Bayerische Meisterschaft bleibt spannend

Am Wochenende hatten die Bayernliga-Frauen des SC Würzburg den zweiten Matchball zur vorzeitigen Meisterschaft und konnten auch diesen nicht nutzen. Wie in der Vorwoche in Hof wurde auch das Heimspiel gegen Bad Aibling nicht genutzt, um den Aufstieg in die Regionalliga schlussendlich perfekt zu machen.

Es war eine dieser Halbzeiten, die die Würzburgerinnen gerne vergessen würden, einfach weil sie vergessen haben, welche Leistungen sie normalerweise auf dem Platz abrufen. 0:2 lagen die Gastgeberinnen gegen die Frauen des TuS Bad Aibling zum Pausenpfiff hinten, 2:2 lautete das Ergebnis an diesem Sonntag morgen im Sportpark Heuchelhof.

Vielleicht ist es die im doppelten Sinne Torschluss-Panik, die das Team um Coach Gernot Haubenthal derzeit ergreift, aber der notwendige Dreier für die Meisterschaft will einfach nicht gelingen. Angriffslustige Gäste und noch nicht wache Würzburgerinnen waren der Grund dafür, dass Aibling in der sechsten Minute durch einen Freistoß und vier Minuten später durch ein Kontertor früh in Führung gingen.

Danach fingen sich die Würzburgerinnen und brachten in der zweiten Halbzeit wieder ihr gewohntes Spiel auf den Rasen. In der 57. Minute erzielte Medina Desic den Anschlusstreffer und zog in der Torschützinnen-Liste mit der Augsburgerin Budnick gleich. In der 72. Minute egalisierte dann die Spielführerin Theresa Damm zum Endstand und sicherte den Gastgeberinnen damit einen Punkt.

„Es bleibt spannend, Ingolstadt ist uns rechnerisch noch auf den Fersen“, so Vereinsvorstand Heinz Reinders, der den Wechsel in die nächste Liga gerne bald sehen möchte. „Falls es mit dem Aufstieg klappt, wäre das natürlich sensationell, aber für die neue Saison braucht es deutlich konstantere Leistungen, egal in welcher Liga“, so Reinders weiter. Das Team zeige eine tolle Mentalität und habe dazu das Potential, nur müsse man sich auf diese Stärken besinnen. Dazu haben die Würzburgerinnen am kommenden Sonntag in Thenried Gelegenheit. Dann geht es erneut darum, den Matchball zu verwandeln.

Tore

0:1 Alexandra Ströbl (6.), 0:2 Miriam Kasper (10.), 1:2 Medina Desic (57.), 2:2 Theresa Damm (72.)