Die Dragons spenden für Tansania

Bereits seit 1966 pflegt Würzburg die Städtepartnerschaft mit Mwanza in Tansania. Insbesondere der Verein Mwanza e.V. pflegt diese Partnerschaft und unterstützt Projekte vor Ort. Aktuell wird in Mwanza ein Sportzentrum errichtet, in dem auch Fußball für Mädchen angeboten wird. Die Würzburg-Dragons spenden für dieses Projekt Trainingssets und Trikots für über 80 Spielerinnen.

Mwanza ist die zweitgrößte Stadt Tansanias, im Nordosten des Landes nahe gelegen am Viktoriasee. Die mehr als 800.000 EinwohnerInnen leben insbesondere vom Export des Viktoria-Barsches, der auch auf heimischen Tellern in Würzburg serviert wird. Trotz dieses Exportschlagers, der liebevoll "Blaues Gold" genannt wird, ist Mwanza eine Stadt mit vielen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen. Deshalb engagiert sich der Würzburger Verein Mwanza e.V. rund um den Vorsitzenden Michael Stolz für die partnerschaftliche Zusammenarbeit und setzt gemeinsam mit Akteuren vor Ort vielfältige soziale Projekte um.

Das jüngste dieser Projekte des Vereins ist das "Sports Charity Mwanza Projekt", mit dem der Aufbau von Vereinsstrukturen, die Förderung des Breitensports und die Fortbildung von TrainerInnen unterstützt und gebündelt werden. Mehr als 90 Prozent der Jugendlichen in Mwanza sind arbeitslos und haben zudem kaum Möglichkeiten, dem in Tansania eifrig gefeierten und gespielten Fußball nachzugehen. Mit dem Sportprojekt schafft Mwanza e.V. hier dringend notwendige Abhilfe.

Für den Mädchenfußball dieses Projekts haben nun die Würzburg Dragons Trainingsbekleidung und Trikotsätze für mehr als 80 Spielerinnen gestiftet. "Wir wissen selbst als Stadtteilverein mit sozialen Anforderungen, wie wichtig die Unterstützung von Projekten ist, die Heranwachsenden eine Zukunft bieten. Mwanza e.V. leistet hier sehr wertvolle Arbeit und natürlich fördern wir besonders gerne den Mädchenfußball in Tansania", begründet der Sportclub-Vorstand Heinz Reinders das Engagement der Dragons.

Derzeit wird über einen gegenseitigen Besuch des Mädchenfußballs beider Partnerstädte nachgedacht, auch wenn dies einiges an Aufwand und Kosten mit sich bringt. Dennoch ist sich Reinders sicher, dass eine solche Begegnung für die Kickerinnen beider Städte wichtig und wertvoll ist. "Wir erleben derzeit eine wirklich unschöne Stimmung was das soziale Miteinander betrifft. Deshalb ist es umso wichtiger, der jungen Generation zu zeigen, wie wertvoll dieses Miteinander ist, eine Mädchenfußball-Partnerschaft wäre da ein tolles Erlebnis".

Nun werden die Sportsachen für das Sportprojekt nach und nach in Mwanza ankommen und dann bald die quirligen Fußballerinnen in Mwanza kleiden. Man freue sich schon, so Reinders, wenn dann bei einem Freundschaftsspiel Orange gegen Orange antritt. Der Mädchenfußball stehe dann als Siegerin auf jeden Fall fest.

Mwanza e.V. - Webseite des Vereins