PowerGirls gehen an den Start

Unter der Schirmherrschaft der Sozialreferentin Hülya Düber und der Sport1-Moderatorin Nele Schenker starten erfolgreiche Frauen aus der Region gemeinsam mit dem Mädchenfußball der Würzburger Dragons ein Projekt zur Förderung von Nachwuchstalenten. Das Ziel des Projekts „PowerGirls“ ist die Errichtung eines Leistungszentrums sowie der Aufbau eines Netzwerks zur schulischen und beruflichen Unterstützung junger Spielerinnen.

Junge Fußballerinnen haben selbst bei großem Talent kaum Aussicht darauf, ihren Lebensunterhalt als Profisportlerinnen zu verdienen. Nach wie vor ist das Einkommensgefälle im Fußball so groß, dass die Vielzahl der Bundesliga-Spielerinnen neben ihrem Sport einer regulären Beschäftigung nachgehen müssen. Ein zweites Standbein neben dem Leistungsfußball ist daher unabdingbar.

Hier setzt das neue Projekt „PowerGirls“ unter der Schirmherrschaft der Würzburger Soziareferentin Dr. Hülya Düber an. Gemeinsam mit Prof. Heinz Reinders und seiner Frau Gudrun hat sie als Schirmherrin das Projekt ins Leben gerufen und zum Auftakt zahlreiche erfolgreiche Frauen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft an die Universität Würzburg eingeladen. „Mit PowerGirls ermöglichen wir talentierten Mädchen und jungen Frauen, Leistungssport und beruflichen Erfolg besser zu vereinbaren“, so Düber. Es sei trotz aller Fortschritte nach wie vor Handlungsbedarf, um Mädchen und Frauen gleiche Möglichkeiten in ihrer Biographie zu schaffen. „Hier möchten wir gemeinsam mit dem Mädchenfußball der Würzburger Dragons, der Universität und den erfolgreichen Frauen aus der Region ansetzen“.

Zwei Kernziele verfolgt die neue Initiative dabei. Zum einen wird durch die Vernetzung der Spielerinnen mit Frauen aus Wirtschaft, Bildung und Politik die Möglichkeit geschaffen, eine erfolgreiche Berufsbiographie mit der Karriere im Leistungssport zu verbinden. Lernbegleitung vor und nach dem Training sowie Berufs- und Bewerbungscoachings in regionalen Unternehmen sollen die Spielerinnen fit für eine erfolgreiche Laufbahn machen.

Zum anderen existiert bislang noch kein Leistungszentrum mit angemessenen Trainings- und Spielbedingungen für den weiblichen Fußball. „Für talentierte Jungs bietet die Region ausgezeichnete Fördermöglichkeiten in diversen Sportarten“, so Prof. Reinders, Leiter des Nachwuchsförderzentrums an der Universität Würzburg und Vorstand beim Mädchenfußball der Würzburger Dragons. „Für die Leistungsförderung von Mädchen und jungen Frauen gibt es das bislang noch nicht, da besteht dringender Nachholbedarf“.

Deshalb wird das Sportgelände der Würzburg-Dragons durch den Neubau eines Kunstrasenplatzes, der Errichtung einer modernen und energiesparenden LED-Flutlichtanlage sowie der Sanierung des Kabinenbereichs ab 2019 zu einem modernen Nachwuchsleistungszentrum umgebaut. Hierfür werden dringend Sponsoren gesucht, die bei der Umsetzung des Projekts unterstützen.

Großen Rückhalt erfährt das Projekt durch zahlreiche erfolgreiche Frauen, die sich bei der Auftaktveranstaltung das Konzept vorstellen ließen. Sie zeigten sich von der Initiative überzeugt und teilen die Philosophie, dass Leistungsfußballerinnen durch ihre Motivation und Arbeitseinstellung hervorragende Mitarbeiterinnen und Führungskräfte für die Region werden können.