Von Beruf: Raketen-Ingenieurin

Von Beruf: Raketen-Ingenieurin

Unter dem Motto „Frauen bewegen – bis in den Weltraum“ hatte Präsidentin Birgit Carl nicht nur die Mitglieder des Zonta Club Würzburg zum monatlichen Meeting geladen. Besondere Gäste waren die „PowerGirls“ der Würzburger Dragons mit ihren Trainerinnen und Trainern. Die Mädchenfussballerinnen des SC Würzburg werden seit 2017 vom Zonta Club unterstützt. „Wir wollen nicht nur T-Shirts spenden, sondern wertvolle Kontakte zu Vorbildern in MINT – Fächern initiieren“ erläuterte Birgit Carl.

Vor diesem Hintergrund hatte sie die 27jährige Paula Kysela eingeladen. Die engagierte junge Frau hat Elektro- und Informationstechnik studiert und ist jetzt Entwicklungsingenieurin im Bereich für autonomes Fahren bei Mercedes Benz in Stuttgart.

Man merkt ihr an, dass sie ihre Arbeit liebt und so gelang es ihr rasch, den Mädchen ihre Begeisterung zu vermitteln: „Lernt mehr Mathe – es ist interessant!“. Ihre weitere Empfehlung: „Sorgt selbst für einen Praxisbezug während des Studiums“. Ihr ist das perfekt gelungen: Mit einem Film zeigte sie Start und Flug einer studentischen Höhenforschungsrakete, an der sie maßgeblich beteiligt war. Bei dem Start im Norden Schwedens gelang es sogar mit 30 Kilometer Flughöhe einen weltweiten Höhenrekord für studentische Hybridraketen aufzustellen.

Wie wichtig es ist, Mädchen zu stärken und sie dabei zu unterstützen, ihre eigenen Ressourcen zu entdecken, auf diese Thematik ging die stellvertretende Direktorin der KJPPP, Privatdozentin Dr. Regina Taurines ein. Der anschließende Rundgang durch die Therapieräume der Klinik gab Einblick in die therapeutische Arbeit in psychischen Krisensituationen. (Text: Esther Knemeyer Pereira, Foto: Zonta)